Für Freunde des Erziehungskonzepts ''Natural Dogmanship'' veröffentlichte '''Jan Nijboer''' den Ratgeber '''Vom Welpen zum Familienhund mit Natural Dogmanship''', in dem er sein Erziehungskonzept auf Welpen und Junghunde überträgt.
Nijboers Erziehungskonzept versucht, canide Instinkte und Verhaltensweisen im Kontext des Zusammenlebens mit Menschen nutzbar zu machen. Dabei soll vor allem der Mensch lernen, die hündischen Kommunikationsformen einzusetzen und dadurch zu einem echten Sozialpartner für den Hund zu werden. Nijboers Ansatz gilt als sehr absolut, d.h. er lässt sich nur begrenzt mit konventionellen Erziehungsmethoden kombinieren, da viele klassische Hilfsmittel - wie beispielsweise die Wurfkette - abgelehnt werden. ND in der ›reinen Lehre‹ ist ein ''entweder''-''oder''-Konzept: ''Entweder'' man lässt sich bedingungslos darauf ein, ''oder'' man lässt es ganz bleiben.
Aufgrund dieses Totalitätsanspruchs der ND-Methode setzt sich der Welpenbesitzer einem gewissen Risiko aus - klappt die Erziehung nicht ''vollständig'' so wie von Nijboer versprochen, wird man das adoleszente oder adulte Tier im späteren Zusammenleben mit enormem Aufwand korrigieren und ›reparieren‹ müssen. Da sich ''Vom Welpen zum Familienhund mit Natural Dogmanship'' schwerpunktmäßig mit Welpen und Junghunden beschäftigt, gilt es für Leser dieses Buches ganz besonders, sich die Konsequenzen der ND-Methode wiederholt zu verdeutlichen. Die Lektüre des Bandes kann eine solide Grundlage für eine solche sorgfältige Auseinandersetzung bilden. Weiterlesen »
Im Jahr 1996 verfasste Jean Donaldson ihr erstes Buch The Culture Clash, in dessen Untertitel die Autorin A revolutionary new way of understanding the relationship between humans and domestic dogs versprach. Vier Jahre später folgte die deutsche Übersetzung, die nun in der zweiten Auflage bei Franckh-Kosmos erschien.
Die versprochene Revolution in der Hundeerziehung ist wohl ausgeblieben, Jean Donaldson hat sich allerdings zur Bestsellerautorin gemausert und verdient mit ihren Erziehungsratgebern eine Menge Geld; und mit der wachsenden Schar an Lesern gewinnt Donaldsons Interpretation des caniden Lernverhaltens auch zunehmend Einfluss. Manche Revolutionen brauchen eben etwas länger.
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Auge in Auge mit dem Wolf fasst Eindrücke zusammen, die Günther Bloch (* 1953) in annährend zwei Jahrzehnten Feldforschung von Wölfen gesammelt hat. Illustriert wird der Band durch 166 Farbbilder des jungen Schweizer Naturfotografen Peter A. Dettling (* 1972), die allerdings in dem erheblich kürzeren Zeitraum von ›nur‹ zwei Jahren entstanden. Ergänzend finden sich daher auch eine Reihe von weiteren Farbfotos von Bloch und Paul Paquet.
Bloch knüpft an die Beobachtungen an, die er bereits in Timberwolf Yukon & Co. (Mürlenbach: Kynos 2002) dokumentierte; gegenüber dem (umfangreicheren) Band aus dem Jahr 2002 entfallen nun die Feldstudien in Europa komplett, die Jahre 1992 bis 1999 werden knapp abgehandelt und dagegen der Zeitraum von 2000 bis 2008 ausführlich ergänzt. Die Überschneidungen beider Bände sind gering, und schon allein durch das neue Bildmaterial von Peter Dettling gewinnt Auge in Auge mit dem Wolf eine klare Eigenständigkeit.
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›Der Wolf - Verhalten, Ökologie und Mythos‹ von Erik Zimen ist ein unbestrittenes Standardwerk der Canidenliteratur. Im Jahr 2003 veröffentlichte der Franckh-Kosmos-Verlag eine Neuauflage mit der Widmung: ›Das Vermächtnis des bekannten Wolfsforschers‹ - Zimen verstarb am 19. Mai 2003, mitten in der Vorbereitungsphase des Buches. Und als solches Vermächtnis kann dieses vielleicht wirkungsmächtigste Buch Zimens auch gelesen werden.
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Der Ratgeber Hilfe, mein Hund jagt von Barbara Schöning, Nadja Steffen und Kerstin Röhrs aus dem Jahr 2007 möchte Hundebesitzer darin unterstützen, unerwünschtes Jagdverhalten in gangbare Bahnen zu leiten. Ins Auge sticht das Buch durch sein grandioses Coverfoto eines bemützten Jäger-Hundes. Man ist gespannt, ob das Buch dieses Niveau halten kann.
Das Antijagdtraining von Schöning, Steffen und Röhrs setzt sehr früh - nämlich bei der Auswahl der Hunderasse - an; ein Großteil des Buches beschäftigt sich mit der Grundausbildung von Welpen und Junghunden, die behutsam an Beutetiere und Wild gewöhnt werden.
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Haben sie auch schon minutenlang neben ihrem Hund gestanden, während dieser den Laternenpfahl von unten nach oben, von oben nach unten, rundherum, dabei sowohl links- als auch rechtsdrehend, inspizierte und sich verzweifelt gefragt: Was kann nur an Hundepipi so interessant sein?
Dann könnte es sein, dass dieses Buch Ihnen auch nicht weiterhelfen kann, denn diese zutiefst existentielle Frage so mancher Hundebesitzer kann dieses Buch trotz des viel versprechenden Titels nicht bis ins Letzte klären.
Wenn Sie aber als Hundeliebhaber spritzige, amüsante und auch informative Anekdoten, Details und Informationen über die Sinne des Hundes, seine Ansprüche betreffs Ernährung, Haltung und Beschäftigung erhoffen, werden sie sicherlich mit viel Spass in diesem Buch stöbern koennen.
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Der streitbare Hunde- und Wolfsexperte Günther Bloch präsentiert in dem 254-seitigen Band Die Pizza-Hunde die ersten Ergebnisse seiner mehrjährigen Untersuchugnen dreier verwilderter Haushundegruppen in der Toskana. In dem Tuscany Dog Project bringt er Teile seiner Hundebeobachtungen mit Wolfsuntersuchungen in Verbindung - ein gewagter, aber vielversprechender Ansatz.
Das recht kleinformatige Buch ist reichhaltig und durchgehend farbig illustriert; zahlreiche Fotos, Infoboxen und eine detaillierte Binnengliederung machen das Lesen zu einem unterhaltsamen Vergnügen.
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Wolves - Behavior, Ecology and Conservation ist eine preiswerte Paperbackausgabe des gleichnamigen von L. David Mech und Luigi Boitani herausgegebenen Referenzwerks aus dem Jahr 2003. Die einfacher ausgestattete Neuausgabe ist inhaltsidentisch und erschien 2007 bei University of Chicago Press, Chicago und London.
Das 448-seitige Standardwerk enthlt insgesamt 13 ausführlichen Beiträge u.a. zu Ökologie, Verhalten, Kommunikation, Populationsdynamik, Taxonomie sowie zu konservatorischen Aspekten.
Der Band wird abgeschlossen von einem umfangreichen Quellenapparat sowie einem Stichwortindex.
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"Wer es größer, umfangreicher und zum gründlichen Studieren zu Hause wünscht, findet hier wirklich alles, was man über Hunderassen und Rassehunde wissen muss" - das zumindest verspricht der Kosmos-Verlag in seiner Ankündigung zur Neuauflage der zweibändigen Enzyklopädie der Rassehunde von Hans Räber.
Tatsächlich findet sich in den 1.680 Seiten (!) manche Anmerkung, für die man sonst eine spezielle Monografie für die jeweilige Rasse bemühen müsste. Und genau hier wird der Wert von Räbers Fleissarbeit deutlich: Nicht zu allen Rassehunden gibt es spezielle Literatur, im Räber stehen sie aber (fast) alle drin!
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Für das unterhaltsame Lesebuch Was liest der Hund am Laternenpfahl? haben sich die Erfolgsautorinnen Nicole Hoefs und Petra Führmann mit dem Cartoonisten Heinz Grundel zusammengetan und ein leicht lesbares, dabei jedoch durchaus informatives Büchlein zusammengestellt.
Auf knapp 190 Seiten beantworten sie 140 Fragen ›rund um den Hund‹; dies allein ist schon lesenswert, das i-Tüpfelchen bilden jedoch die kongenialen Grundel-Cartoons, die den Band perfekt abrunden.
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