Artenschutz

Rückkehr der Wölfe schreitet voran

WWF gelingt Foto-Nachweis für Wolf in Lübtheener Heide

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland schreitet nach Informationen der Umweltschutzorganisation WWF weiter voran. Jetzt gelangen in der Lübtheener Heide dank einer Fotofalle des World Wide Fund For Nature (WWF) Aufnahmen eines vermutlich männlichen Tieres.

Die Aufnahmen der Fotofalle sind ein weiterer Beweis dafür, dass der Wolf trotz mancher Rückschläge seine alte Heimat Deutschland wiederbesiedelt“, freut sich Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz.

Das Exemplar aus Mecklenburg-Vorpommern hat sein Revier in einem Areal, das heute noch von der Bundeswehr als militärischer Übungsplätze genutzt wird. Seit dem Frühjahr 2010 hat der WWF insgesamt zehn Fotofallen in der Region aufgestellt, um den scheuen Wölfen auf die Spur zu kommen. Weiterlesen »

Willkommen Wolf in Bayern

NABU: Nach über 150 Jahren neue Chance zur Rückkehr

Mehr als 150 Jahre nach seiner Ausrottung leitet sich die Rückkehr des Wolfes nach Bayern ein. Nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt wurde im Mangfallgebirge ein Wolf genetisch nachgewiesen.

"Der NABU heißt den Wolf der Alpenpopulation in Deutschland Willkommen. Der Trend, dass sich die Wolfsbestände positiv erholen, gilt europaweit", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Wölfe waren einst in ganz Europa verbreitet, wurden jedoch vom Menschen ausgerottet. Im Jahr 2000 wurden in Ost-Sachsen erstmals wieder Wölfe in Freiheit geboren. Die Elterntiere waren aus Osteuropa eingewandert. Inzwischen hat sich in Sachsen ein Bestand von sechs Rudeln etabliert. Weiterlesen »

Nashorn-Retter auf vier Pfoten

Spürhunde helfen WWF bei der Suche der etwa zehn letzten Java-Nashörner

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Um die seltensten Nashörner der Erde vor dem Aussterben zu retten, erhalten Umweltschützer des WWF jetzt tierische Unterstützung: Die speziell trainierten Spürhunde „Pepper“ und „Chevy“ erschnüffeln in Südvietnam den Kot von Java-Nashörnern.

Analysen der Losungen sollen Aufschluss über die Anzahl und Fortpflanzungsfähigkeit der Rhinozerosse geben. Mithilfe dieser Daten werden WWF-Experten einen neuen Aktionsplan für die Rettung der Nashörner ausarbeiten.

„Das vietnamesische Java-Nashorn ist nicht nur ein extrem seltenes Tier, sondern auch das Symbol für den Naturschutz in Vietnam“, so der WWF-Artenschutzexperte Volker Homes. „Sollten diese Nashörner aussterben, wäre das ein schlechtes Zeichen für das Überleben von anderen seltenen und einzigartigen Tieren in Vietnam“.


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NABU legt Rechtsgutachten zum Schutzstatus des Wolfes in Deutschland vor

›Tötung ist Verstoß gegen Artenschutz und streng zu ahnden‹

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Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) hat erstmals ein umfassendes Rechtsgutachten zum Schutzstatus des Wolfes in Deutschland vorgelegt.

"Der Wolf ist mit circa 50 Tieren noch eines der seltensten Säugetiere Deutschlands. Seine Tötung stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen den Artenschutz dar und ist streng zu ahnden", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Das Gutachten sei vor allem auch mit Blick auf die Debatte um das rechtliche Strafmaß und Vorgehen bei illegalen Wolfsabschüssen erstellt worden.

Im dem am Dienstag in Berlin präsentierten 102 Seiten umfassenden Rechtsgutachten der Kanzlei Caspers & Mock, Koblenz, wurde untersucht, in welchem Maße die vorhandenen nationalen und internationalen rechtlichen Vorgaben den Schutz der Wölfe in Deutschland aktuell gewährleisten. Dabei wurden neben den strafrechtlichen, auch die Konsequenzen im Jagd- und Waffenrecht beleuchtet.


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NABU-Leitlinien zum Schutz des Wolfs veröffentlicht

›Wolf wird normaler Bestandteil unseres Lebens in Deutschland‹

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Anlässlich der erfolgreichen Rückkehr des Wolfes nach Deutschland hat der NABU heute die weiteren Schritte zum Schutz des seltenen Rückkehrers in einem Positionspapier zusammengefasst.

"Denn was vor zehn Jahren noch undenkbar war, ist heute Realität: mittlerweile sind alle Bundesländer Deutschlands in erreichbare Entfernung von Wölfen gerückt", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Veröffentlichung des Papiers. "Damit sind sie auf einem guten Weg, normaler Bestandteil von Deutschlands Tierwelt zu werden."

Obwohl der Großteil der Bevölkerung die Rückkehr des Wolfes begrüße, gäbe es jährlich Fälle, in denen illegal auf den Wolf geschossen würde.

"Auch im Wahlkampf werden Stimmen laut, die bei nur 50 Tieren in ganz Deutschland den Abschuss des seltenen Säugetieres Deutschlands verlangen. Daher ist es nötiger denn je, sich gemeinsam engagiert für den Wolf einzusetzen", betonte Tschimpke.


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Wolfs-Schutz in Deutschland nimmt entscheidende Hürde

Sachsen stellt Managementplan vor - Ziel ist Vermeidung von Konflikten

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Die Umweltstiftung WWF begrüßt den heute vom sächsischen Umweltministerium vorgelegten Wolfs-Managementplan und plädiert zugleich für eine stetige Weiterentwicklung des Papiers. Der Managementplan wurde in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Behörden, Wissenschaftlern, Jagdverbänden, Schafszüchtern und Umweltschutzorganisationen sowie Bürgerinitiativen erarbeitet.

„Nur durch strukturiertes Handeln der zuständigen Behörden und Einbeziehung aller gesellschaftlichen Gruppen können Konflikte vermieden und Artenschutz gewährleistet werden“, sagt WWF-Artenschutzreferentin Izabela Skawinska-Luther.

Der WWF begrüßt ausdrücklich, dass sich auch Vertreter der Schafzucht- und Jagdverbände an der Entwicklung des Plans beteiligt haben. Ähnlich wie die Jäger legt auch der WWF Wert darauf, dass der Managementplan kein statisches Dokument ist, sondern ständig den aktuellen Bestandszahlen und Entwicklungen angepasst wird.


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Drei Jahre nach Start seines Projektes ›Willkommen Wolf!‹ hat der NABU eine erste Bilanz zum Schutz des europaweit streng geschützten Tieres in Deutschland gezogen. Die Rückkehr des Wolfes - 150 Jahre nach seiner Ausrottung - sei ein erster Erfolg für den Artenschutz, allerdings mangele es nach wie vor an stimmigen länderübergreifenden Konzepten für den sachgerechten Umgang mit tierischen Rückkehrern. "Bei den Schutzbemühungen für den Wolf in Deutschland gibt es noch große Lücken, vor allem wenn es darum geht, das Nebeneinander von Mensch und Wolf zu regeln und Konflikten vorbeugen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

"Mit nur drei Familien, die mit Gewissheit Welpen aufziehen, ist der Wolf das seltenste Säugetier Deutschlands. Dass Wölfe trotz fast überall fehlender Querungshilfen bis nach Hessen und Niedersachsen gekommen sind, ist großes Glück", so der NABU-Präsident. Das dichte Verkehrsnetz sei für den Wolf und viele wandernde Wildtiere ein Problem. Grünbrücken und Querungshilfen beim Neubau von Straßen müssten daher obligatorisch eingeplant werden. In den vergangenen beiden Jahren fielen fünf Wölfe dem Verkehr zum Opfer.

"Auch die illegale Tötung eines Wolfes darf kein Kavaliersdelikt mehr sein, sondern ist eine Straftat und muss als solche auch konsequent verfolgt werden. Dauerhaft werden nur Wölfe in Deutschland leben, wenn der Mensch es zulässt", so Tschimpke.


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Wolfsrudel im Umfeld des Yellowstone-Nationalparks (2002), Karte

Nach einem Bericht von Elli H. Radinger im ›Yellowstone Wolf‹-Blog führte das so genannte Delising zu einem ersten vierbeinigen Todesopfer: In der Nähe einer Fütterungsstelle in Daniel, Wyoming, wurde der Wolfsrüde ›Hinkebein‹ 253 M erschossen.

Nach Angaben von Radinger sei der Sohn der Individuen 21M und 42F "nicht bei einem Angriff auf Nutzvieh [...], sondern einfach so – als „Raubtier“ – und nur aus Spaß am Töten und aus Hass vor den Wölfen" erschossen worden.

Nachdem durch den Endangered Species Act (ESA) ab 1995 begonnen wurde, Wölfe im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark wiederanzusiedeln, wurde Ende März im Rahmen des Delisting bestimmte Zonen - darunter die Umgebung von Daniel, Wyoming - für die Jagd freigegeben. Das Delisting betrifft bereits seit einigen Jahren auch andere zuvor als bedroht eingestufte Arten wie beispielsweise den Grizzlybär.


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Medien zum Thema
Image of Die Wölfe von Yellowstone
Autor: Elli H. Radinger
Verlag: Peter Von Doellen (2004)
Einband: Taschenbuch, 212 pages
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Wolfsrudel im Umfeld des Yellowstone-Nationalparks (2002), Karte

Wolfsrudel im Umfeld des Yellowstone-Nationalparks.

  • Quelle: National Park Service, via Wikipedia
  • Lizenz: Public Domain/gemeinfrei
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NABU-Broschüre „Willkommen Wolf“

Mit Unverständnis und Bestürzung haben der Deutsche- Jagdschutzverband (DJV), die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN) und der NABU auf die Nachricht vom Abschuss eines frei lebenden Wolfes in Niedersachsen reagiert und eine gemeinsame Strafanzeige angekündigt.

Trotz umfangreicher Öffentlichkeitsarbeit und Unterrichtung der örtlichen Jägerschaften wurde auf einer Gesellschaftsjagd am Samstag im Wendland ein Wolf erlegt. Zwei Schützen hatten Schüsse auf das nach ihren Aussagen bereits verletzte Tier abgegeben. Wölfe unterliegen jedoch dem Naturschutzrecht und gehören zu den streng geschützten Arten. Deshalb dürfen Jäger nicht eigenmächtig verletzte Tiere von ihrem Leid erlösen. DJV-Präsident Jochen Borchert stellte klar: "Sollten Jäger einen verletzten Wolf im Revier antreffen, dann müssen sie unverzüglich die Polizei oder einen Veterinär benachrichtigen. Diese leiten dann die notwendigen Schritte ein".

NABU, Landesjagdverband Niedersachsen und DJV setzen darauf, dass die Hintergründe des Abschusses rasch ermittelt und die Täter zur Verantwortung gezogen werden.


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