Einstweilige Verfügung gegen Schwarzbuch Tierfutter

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Das Buch Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter von Hans-Ulrich Grimm hat bereits im Vorfeld seines Erscheinungstermins 3. März 2007 erhebliche Reaktionen hervorgerufen. Der Tierfutter-Großkonzern Masterfoods (Whiskas, Pedigree, Chappi, Sheba, Frolic u.a.) hat gegen den österreichischen Zsolnay/Deuticke Verlag am Landgericht Verden eine Einstweilige Verfügung ausschließlich gegen Aussagen in der Bewerbung des Buches erwirkt und versucht so die Werbung und den Vertrieb des Titels zu behindern.


In seinem Buch Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter wolle der Bestsellerautor und frühere Spiegel-Korrespondent Hans-Ulrich Grimm über die unappetitlichen Praktiken der Tierfutterbranche aufklären, teilte der Zsolnay/Deuticke Verlag in einer Pressemitteilung zur Einstweiligen verfügung mit.

Tierfutterherstellung sei ein hochlukratives Geschäft; die Ingredienzien der klangvollen Menus, angereichert mit Abfällen aus der Nahrungsproduktion und zum Teil für den Mensch nicht zugelassenen Inhaltsstoffen, würden gezielt verschleiert. Mithilfe millionenschwerer Werbung und willfähriger Wissenschaftler werde der Öffentlichkeit weisgemacht, das Beste für unsere Haustiere sei gerade gut genug.

Doch häufig sei das Gegenteil der Fall: So fand Ökotest in allen untersuchten Tierfuttern Schimmelpilzgift. Die Tiere leiden. Hunde und Katzen bekommen Diabetes, Herzkrankheiten und Krebs, Schweine haben Darmprobleme, und unter Rindern breiten sich gefährliche Bakterien aus, die auch den Menschen befallen können. Sie sind nicht nur im Fleisch der Nutztiere, sondern bereits im Trinkwasser zu finden.

Der Verlag sei der Überzeugung, dass die Einstweilige Verfügung gegen das Buch ungerechtfertigt ist und prüfe gegenwärtig alle juristischen Möglichkeiten. Bis zu einer entsprechenden Entscheidung des zuständigen Gerichts werde der Erscheinungstermin des Titels verschoben, bereits ausgelieferte Exemplare von Katzen würden Mäuse kaufen - Schwarzbuch Tierfutter würden für den Moment zurückgerufen.

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