Sommerferien mit Hund: Schon jetzt planen

Bei Auslandsreisen mit dem Vierbeiner Impffristen beachten

Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken bei vielen Menschen die Reiselust. Soll der Familienhund mit in den Sommerurlaub gehen, ist jedoch eine frühzeitige Reiseplanung unerlässlich.

So müssen z.B. vor der Einreise nach Irland, Malta, Schweden und in das Vereinigte Königreich noch immer Hunde und auch mitreisende Katzen auf die Wirksamkeit der Tollwutimpfung getestet sein. Bis man das Testergebnis in Händen hält, können mehrere Monate vergehen. Einen Termin beim Tierarzt sollte man daher spätestens jetzt machen.

Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. (bpt) empfiehlt, sich dabei auch über weitere Einreisebedingungen informieren und gleichzeitig alle anderen notwendigen Impfungen durchführen zu lassen.


„Angesichts der verschiedenen notwendigen Impfungen und Impfrhythmen fällt es vielen Tierhaltern schwer, den Überblick zu behalten“, erklärt bpt-Präsident Dr. Hans-Joachim Götz. „Der Tierarzt sollte deshalb – genau wie der Hausarzt beim Menschen – der wichtigste Ansprechpartner in Sachen Gesundheit und Vorsorge sein.“

Nach der Grundimmunisierung in den ersten beiden Lebensjahren müssen Hunde und Katzen in unterschiedlichen Abständen gegen die schwerwiegendsten Infektionen geimpft werden. Wann welche Impfungen notwendig sind, ist auch von regionalen Voraussetzungen und den individuellen Lebensumstände der Tiere abhängig.

Je nach Wirkstoff sind Impfungen im Abstand zwischen einem und drei Jahren nötig:

  • bei Hunden gegen Staupe, HCC (Ansteckende Leberentzündung), Parvovirose, Leptospirose und Tollwut,
  • bei Katzen gegen Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut (bei Freigängern).

Auch der allgemeine Gesundheitszustand des Tieres wird bei jeder Impfung vom Tierarzt untersucht, sodass Erkrankungen frühzeitig erkannt werden können.

Contents

Gefährliche Impfmüdigkeit bei Mensch und Tier

Wie beim Menschen führt auch bei Hunden und Katzen in Deutschland die Impfmüdigkeit zu einer stärkeren Infektionsgefahr. Nach Angaben des bpt sind nur etwa die Hälfte aller Hunde und ein Drittel aller Katzen ausreichend geimpft. Um einen wirksamen Schutz vor der seuchenhaften Verbreitung von Krankheiten zu gewährleisten, ist es notwendig, dass mindestens 70 Prozent der Tiere geimpft sind.

Informationen aus dem Internet

„Wer sich im Internet über das Impfen oder die Behandlung von Erkrankungen bei Hund und Katze informiert, findet häufig falsche Informationen“, erklärt Götz. „Deshalb sollte man sich in Sachen Tiergesundheit immer an den Tierarzt werden.“

Außerdem bietet der Bundesverband Praktizierender Tierärzte auf www.smile-tierliebe.de umfangreiche Informationen zur Gesundheitsvorsorge und aktuellen Themen – vom Zeckenbefall bis zur Hundeschule. Immer auf dem neuesten Stand bleibt man mit dem Newsletter „Tiergesundheit“, der auf der Internetseite abboniert werden kann.

Netmarks

Quelle

  • Pressemeldung des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte (bpt) vom 10. März 2009.

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