Christoph Jung: Schwarzbuch Hund (2009)
›Die Menschen und ihr bester Freund‹
Schwarzbuch Hund: Die Menschen und ihr bester Freund ist ein Sachbuch von Christoph Jung aus dem Jahr 2009.
"Schwarzbuch Hund - Die Menschen und ihr bester Freund" wirft ein neues Licht auf die Hundehaltung in Deutschland. Seit den Zeiten eines Horst Stern werden erstmals auch die Schattenseiten unseres Verhältnisses zum "besten Freund" im Gesamtzusammenhang beleuchtet.
Man muss nicht auf Mallorca oder Rumänien schauen, um das Elend der Hunde zu sehen. Zwar sind unsere Hunde gesättigt und genießen medizinische Versorgung, aber jede Freiheit wurde ihnen genommen. Politiker drücken den Hund an den Rand der Gesellschaft. Seine großen Fähigkeiten werden kaum mehr gefordert, seine Gesundheit sehenden Auges kaputt gezüchtet. Manche Rassen können sich schon nicht mehr fortpflanzen ohne die Hilfe des Menschen. Der Hundehandel floriert, ganz legal. Dem Hund ging es noch nie so schlecht wie gerade heute. Doch an all diesem Elend verdient das Kartell der Hundewirtschaft.
"Schwarzbuch Hund" weist nach, dass die Anbieter in diesem potenten 5 Milliarden Markt ein ökonomisches Interesse am kranken Hund haben. Sie profitieren davon und verdienen nicht schlecht dabei. Tierschutz wird den Gewinnen multinationaler Konzerne geopfert, auch beim Hund. Die Hundewirtschaft ist eng vernetzt, samt Hundeverbänden, Wissenschaft und Veterinären, straff geführt von Konzernen wie Schokoriegel-Multi Mars.
"Schwarzbuch Hund" gibt aber auch einen spannenden Einblick in die gemeinsame Evolution von Mensch und Hund von der frühen Steinzeit bis heute. Der Hund ist der wichtigste Begleiter und Helfer des Menschen seit Urzeiten. Der Mensch entwickelte die vielfältigen Hunderassen nach den Erfordernissen seiner Produktionsweise. Mancher Meilenstein der Geschichte wäre ohne Hund nicht möglich gewesen. Der Hund wurde noch bis ins Mittelalter als Partner des Menschen hoch geschätzt. Es wird deutlich, dass es eine gemeinsame Geschichte gibt und der Mensch seinem besten Freund Vieles zu verdanken hat.
"Schwarzbuch Hund" gibt eine neue Definition der Rolle des Hundes in unserer heutigen Gesellschaft. Das Leben mit Hund ist ein ganz besonderes Erlebnis der Natur. Kein anderes Tier versteht uns so gut wie der Hund. Der Mensch profitiert auch heute noch von seinem besten Freund. Menschen mit Hund leben länger, haben mehr sozialen Kontakt und werden weniger krank. Das Verhältnis zum Hund war und ist ein Spiegelbild der Menschen und ihrer Gesellschaft. "Schwarzbuch Hund" ist daher auch ein politisches Buch über Hunde und ihre Menschen. Schließlich wird deutlich, dass unsere eigene Zukunft eine Zukunft für unsere Hunde braucht.
Der broschierte Band hat einen Umfang von 280 Seiten und erschien am August 2009 im Verlag Books on Demand (ISBN 978-3837030631).
Über den Autor
Christoph Jung, Jahrgang 1955, Diplom-Psychologe, studierte Biologie und Psychologie u.a. bei Reinhold Bergler, dem Begründer der deutschen Heimtierforschung. Jung ist von frühester Kindheit an mit Hunden aufgewachsen. Angestossen durch eigene Erfahrungen beschäftigt er sich seit Jahren kritisch mit dem Zuchtgeschehen bei Rassehunden. Christoph Jung ist Begründer der Tierschutzinitiative Petwatch und Sprecher des Dortmunder Appells für eine Wende in der Hundezucht.
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