Hundemafia - Das schmutzige Geschäft mit der Ware Tier

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Der illegale Handel mit Hundewelpen boomt. Rassewelpen werden weit unter Preis im Internet, in Zeitschriften oder Anzeigenblättern angeboten. Viele Tiere stammen aus Massenzuchten in Polen, Tschechien und Ungarn und werden nach Deutschland gebracht. Anonyme Personen liefern die Welpen an Zwischenhändler oder direkt an den Käufer. Auch auf Autobahnraststätten oder anderen Treffpunkten werden die Tiere verkauft. Viele der Welpen sind krank, unterernährt und geschwächt vom langen Transport. Zu früh von ihrer Mutter getrennt überleben sie häufig nicht.

Die Tierschutzorganisation Vier Pfoten warnt vor dem Kauf dieser Hunde: "Jeder, der einen solchen Handel beobachtet, sollte umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und das Veterinäramt benachrichtigen", erklärt Martina Schnell, Heimtier-Expertin von Vier Pfoten. "Die Tiere sollten keinesfalls aus Mitleid gekauft werden, denn damit wird das skrupellose Geschäft nur angekurbelt".

In Deutschland darf ein Welpe laut Tierschutz-Hundeverordnung vom 2. Mai 2001 erst ab einem Alter von 8 Wochen von der Mutter getrennt werden. Die Muttermilch schützt ihn vor gefährlichen Hundeseuchen, bis er geimpft werden kann. Zudem entwickeln durch eine zu frühe Trennung traumatisierte Tiere häufig Verhaltensstörungen, die ihr Leben lang anhalten.


In osteuropäischen Massenzuchtanlagen gebären die Muttertiere in viel zu kurzen Abständen. Ausgelaugt und geschwächt leben sie unter katastrophalen Zuständen - ohne menschliche Nähe und Wärme.

Damit das skrupellose Geschäft auf Kosten der Tiere endlich eingedämmt wird, startet Vier Pfoten heute eine internationale Kampagne gegen den Welpenhandel und ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf die Online-Petition an den Deutschen Bundestag zu unterstützen. Ziel der Eingabe ist es, eine Anhebung des Mindestalters für grenzüberschreitende Welpentransporte von 8 auf 16 Wochen zu verankern.

Außerdem fordert Vier Pfoten eine Sensibilisierung der Behörden für möglicherweise illegale Hundetransporte sowie eine national gültige Chip- und Registrierungspflicht für alle Hunde. Nur damit können die Kontrollbehörden ihrer Aufsichtspflicht gerecht werden.

Netmarks

Quelle

  • Pressemitteilung von Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz vom 06.09.07 via ots.

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