Gefährliche Parasiten für Hund und Katze: Verbreitung von Giardien nimmt zu
Tierärzte registrieren mit Besorgnis das vermehrte Auftreten von Giardien. Die hauptsächlich im Mittelmeerraum diagnostizierten Darmparasiten treten immer häufiger auch in unseren Regionen auf, oft eingeführt durch mitgebrachte Tiere. Fachleute schätzen, dass mittlerweile jeder vierte Hund in Deutschland infiziert ist.
Giardien sind einzellige Parasiten, die sich im Dünndarm von Hunden und Katzen einnisten, wo sie sich rasant vermehren. Die Darmparasiten sind Erreger der Giardiose, einer ernstzunehmenden Erkrankung, die vor allem Welpen und Jungtiere gefährdet und zu gravierenden Entwicklungsstörungen führen kann. "Giardien schädigen die Dünndarmschleimhaut und verursachen scheinbar unbehandelbare Durchfälle", erklärt Martina Schnell, Heimtier-Referentin von Vier Pfoten. Durch den Kot gelangen sie ins Freie und können hier monatelang überleben - bis sie vom nächsten Tier aufgenommen und auf diese Weise weiter verbreitet werden.
Die Ansteckungsgefahr ist hoch. Erwachsene Tiere mit intaktem Immunsystem beherbergen Giardien oft ohne erkennbare Krankheitssymptome und können auf diese Weise ihre Umgebung unbemerkt infizieren. Besonders auf den begrenzten Freilaufflächen für Hunde konzentrieren sich die gefährlichen Parasiten.
Bei hartnäckigen Durchfällen sollte umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Er kann den Parasitenbefall mit einer Reihe von Kot-Untersuchungen feststellen und die Infektion mit speziellen Medikamenten behandeln. Auf Grund der Ansteckungsgefahr sollten alle weiteren Bewohner des Haushalts auf Giardienbefall untersucht werden.
Wer sein Tier schützen will, dem rät Vier Pfoten zu konsequenten Hygienemaßnahmen. Martina Schnell empfiehlt: "Sie sollten regelmäßig Hunde- und Katzenspielzeug sowie alle Futter- und Wasserschüsseln heiß auswaschen und vor allem gut und gründlich austrocknen. Auch Zwinger und Ausläufe sind möglichst trocken zu legen" Bei Hunden ist besonders darauf zu achten, dass das Tier unterwegs keinen Kot aufnimmt.
Nähere Informationen erhalten Interessierte beim Vier-Pfoten-Heimtier-Service, Tel: 040-399 249 42, E-Mail: martina.schnell@vier-pfoten.org.
Quelle
- Pressemitteilung von Vier Pfoten - Stiftung für Tierschutz vom 07.07.2008.
|
|
|
|
|
|
| Titel | Typ | |
|---|---|---|
|
Interaktive Europakarte zu Parasiten hilft, Urlaubsrisiken für Hunde einzuschätzen und zu vermeiden Krankheit, Parasitologie, Urlaub und Reisen Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 37 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 36 Wochen |
Artikel | |
|
Allianz führt Tierkrankenversicherung ein Krankheit, Marktforschung, Versicherung Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 29 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 29 Wochen |
Artikel | |
|
Hundehalter über ernsthaften Herzerkrankungen ihres Haustier oft im Unklaren Krankheit, Studie, Veterinärmedizin Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 27 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 27 Wochen |
Artikel | |
|
Schneckenkorn kann auch Hunde und Katzen töten Haustiere, Krankheit Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 18 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 18 Wochen |
Artikel | |
|
Zeitumstellung bedeutet Zeit für die Borrelioseimpfung des Hundes Hundehaltung, Impfung, Krankheit, Parasitologie Beitrag veröffentlicht vor vor 2 Jahre 48 Wochen zuletzt bearbeitet vor 2 Jahre 48 Wochen |
Artikel | |
|
Diabetes bei Heimtieren Diabetes, Haustiere, Krankheit Beitrag veröffentlicht vor vor 1 Jahr 50 Wochen zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr 50 Wochen |
Artikel |





