Einführung Samoyeden
06-Jul-2002
Die Völker der samojedischen Sprachgruppe
Als Samojeden bezeichnet man die Völker der samojedischen Sprachgruppe, die den äußersten Norden Russlands zwischen den Halbinseln Kanin und Taymir bewohnen. Die Samojeden leben heute zumeist sesshaft in kleinen Gemeinschaften an den Flüssen Ob und Jenissej, früher waren sie in Clans organisierte Nomaden. Bis in die jüngste Vergangenheit hingen die Samojeden traditionellen Glaubensvorstellungen an (Schamanismus). Die samojedische Sprachgruppe gehört zu den uralischen Sprachen und ist mit den finnougrischen Sprachen verwandt. In den letzten Jahren ist vielerorts Russisch an die Stelle des Samojedischen getreten.
Das wichtigste Volk der Samojeden sind die Nenzen oder Jurak-Samojeden, die am Ural beheimatet sind. Die Angehörigen dieses etwa 30.000 Personen umfassenden Volkes sprechen Nenzisch; eine auf dem kyrillischen Alphabet basierende Schriftsprache wurde 1932 eingeführt. Die heute sesshaft gewordenen Nenzen lebten früher als Nomaden von der Rentierhaltung, von der Jagd und vom Fischfang. Als Unterkünfte dienten ihnen Stangenzelte, die mit Birkenrinde oder Rentierfellen bedeckt waren.
Das Volk der Nganasanen oder Tawgi-Samojeden, das im äußersten Norden Sibiriens lebt, umfaßt nur 1.000 Menschen. Die Ngasanen lebten ursprünglich vorwiegend von der Rentierjagd, seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sind sie zur Haltung von Rentieren übergegangen. Das im Nordosten Sibiriens lebende Volk der Selkupen oder Ostjak-Samojeden besteht aus etwa 4.000 Personen, die vorwiegend von der Jagd, der Pelztierzucht und der Viehhaltung leben.
Quelle: Microsoft Encarta Professional 2002.
Die Hunderasse der Samoyeden
Die Samoyeden (Samojeden) sind eine Gebrauchshundrasse, die vor langer Zeit im Westen Sibiriens entstand. Der Samojedenhund ist nach dem Volk der Samojeden, Einwohnern Sibiriens, benannt, mit denen er zusammenlebte. Er zog für sie Schlitten, hütete die Rentiere und arbeitete als Wachhund. Im 19. und im 20. Jahrhundert spannten ihn europäische und amerikanische Forscher in Arktis und Antarktis vor ihre Vorratsschlitten. Erst vor kurzem wurde der Samojede, eine der schönsten Hunderassen, in England und den USA ein beliebtes Ausstellungstier.
Er hat einen kräftigen, keilförmigen Kopf und dunkle, weit auseinander liegende Augen mit klugem, aufgewecktem Ausdruck. Der Körper ist mittellang, der Rücken breit und muskulös, die Läufe sind gerade, die Rute ist lang. Der Hund hat dichte, weiche Unterwolle, das Deckhaar ist lang und steif. Das Fell ist rein weiß, weiß und beige oder cremefarben. Der Rüde hat eine Schulterhöhe von 51 bis 58 Zentimetern, die Hündin von 46 bis 53 Zentimetern. Der Rüde wiegt zwischen 20 und 25 Kilogramm, die Hündin zwischen 16 und 20 Kilogramm.
Quelle: Microsoft Encarta Professional 2002.
Erna Bossi beschreibt in Ihrem Buch Der Samojede die Herkuft und Charakteristik dieser nordischen Hunderasse:
»Die Samoyeden waren ein Nomadenvolk, die von ihren Rentierherden, von Fischfang und von der Jagd lebten [...] Ihre Kleidung besteht aus geschorenen Hunde- oder Eisbärfellen und ist sehr zweckmäßig gegen die sibirische Kälte. [...] Der einzige Besitz der Samoyeden waren die Rentierherden und ihre Hunde, denen man den Namen dieser primitiven Nomaden gab. Die Hunde waren ihr ein und alles und wurden für vielerlei Zwecke gehalten. Sie hüteten ihre Rentierherden, verteidigten sie gegen angreifende Wölfe und Bären und waren ihre Jagdgefährten. Manchmal wurden sie auch vor die Schlitten gespannt. Im ewigen Kampf um die Existenz zählten die Hunde zu ihrem wertvollsten Besitz. Das Leben im eisigen Norden war hart, das Klima rauh und die Nahrung oft knapp. Mensch und Tier waren aufeinander angewiesen und lebten in engster Gemeinschaft miteinander, und es entwickelte sich eine wunderbare Beziehung und Zuneigung [...]
Nachts durften die Hunde auch mit ins Zelt und dienten als Bettwärmer. Sie galten als vollwertige Mitglieder der Familie. Sie waren die Gefährten von groß und klein, teilten die Freundschaft, Wärme, Entbehrung und Kälte. Wenn die Eltern beschäftigt waren, verwandelten sich diese weißen "Bärli" in eine Art Amme und wachten über die Hygiene der Kinder, leckten sie sauber und wärmten sie. Kurz gesagt, die Nomaden waren stolz auf ihre Hunde. Ihr Ansehen war so groß, daß die ersten Polarforscher die größte Mühe hatten, sich gute Hunde zu beschaffen. Man erzählt sich, daß sich gewisse Nomaden lieber von einer ihrer Frauen getrennt hätten, als von einem ihrer guten Hunde [...]«.
Siehe auch
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Samoyede Rasseporträt Beitrag veröffentlicht vor vor 4 Jahre 6 Wochen zuletzt bearbeitet vor 1 Jahr 23 Wochen |
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Samoyede Rasseporträt Beitrag veröffentlicht vor vor 4 Jahre 6 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 9 Wochen |
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Regional Rasseporträt Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 20 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 20 Wochen |
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Samoiedskaïa Sabaka Rasseporträt Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 20 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 20 Wochen |
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Samoyeden Rasseporträt Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 20 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 20 Wochen |
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FCI-Standard Nr. 212 Rasseporträt Beitrag veröffentlicht vor vor 3 Jahre 20 Wochen zuletzt bearbeitet vor 3 Jahre 20 Wochen |
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